Glossar

In unserem Glossar erläutern wir Fachbegriffe, die in der Ernährungswissenschaft, Biologie oder Medizin verwendet werden.

Fachbegriffe aus Forschung und Wissenschaft sind meist nicht selbsterklärend. Mit einem Klick in unser Glossar wissen Sie mehr über Begriffe, die Ihnen häufig im Zusammenhang mit gesunder Ernährung, Stoffwechselvorgängen, Übergewicht und Diabetes begegnen.

Adiponektin

Adiponektin ist ein Botenstoff aus der Gruppe der Adipokine.

Adipositas

Adipositas ist eine chronische Krankheit, die mit einer eingeschränkten Lebensqualität und einem hohen Risiko für Folge-Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und sogar Krebs einhergeht.

Aminosäure

Generell bestehen alle Körper-Proteine aus Aminosäuren. Aminosäuren sind die kleinsten Bausteine der Proteine und an vielen Körper-Prozessen beteiligt.

Antioxidans

Antioxidantien sind „Radikal-Fänger“: Stoffe, die Körperzellen vor Schäden durch freie Radikale schützen.

Arginin

Arginin ist eine semi-essenzielle Aminosäure. Unser Körper braucht sie zum Aufbau von Proteinen.

Ausdauer-Sport

Die Ausdauer zählt neben Kraft, Schnelligkeit, Koordination und Beweglichkeit zu unseren grundlegenden motorischen Fähigkeiten. Ausdauer-Sport steigert die körperliche Fitness, kann in jedem Alter begonnen – und bis ins hohe Alter ausgeübt werden.

Ballaststoff

Ballast-Stoffe (auch Faser-Stoffe oder Pflanzen-Fasern) sind Gerüst- und Stütz-Substanzen der Pflanzen. Für unseren Körper sind Ballast-Stoffe unverdaulich und können nicht verwertet werden.

Bauchfett-Botenstoff

Bauchfett-Zellen (Adipozyten) geben zahlreiche Substanzen ins Blut ab, die Gefäße, Organe und Gehirn beeinflussen.

Bioaktive Substanz

Bioaktive Substanzen sind gesundheitsfördernde Stoffe in der Nahrung: sekundäre Pflanzenstoffe, Ballast-Stoffe und diverse Substanzen in fermentierten Lebensmitteln.

Bioaktives Peptid

Peptide bestehen aus Aminosäuren, sind also kleine Proteine. Bioaktive Peptide sind - neben Probiotika und Präbiotika, Antioxidantien, ungesättigten Fettsäuren, Vitaminen und Mineralstoffen - die wichtigsten Inhaltsstoffe funktioneller Lebensmittel.

Biologische Wertigkeit

Die biologische Wertigkeit (BW) beschreibt, wie gut unser Körper die Proteine in einem Lebensmittel verwerten und daraus körpereigene Eiweißstrukturen bilden kann.

Bioverfügbarkeit

Bioverfügbarkeit meint den Anteil eines Nähr- oder Wirkstoffs, der unserem Körper ab und in einer bestimmten Zeit zur Verfügung steht.

Blutzucker

Der Blutzucker (BZ) beschreibt den Glukose-Anteil im Blut (Glukose-Spiegel) und damit die im Körper vorhandene Menge des für Gehirn, rote Blutkörperchen oder auch Nierenmark unverzichtbaren Energie-Lieferanten.

Blutzucker-Langzeitwert HbA1c/Blutzucker-Gedächtnis

Je nach Blutzucker-Konzentration lagert sich Glukose an Proteine. HbA1c entsteht durch die nicht-enzymatische Bindung von Glukose an Hämoglobin (Hb).

Body Mass Index

Der Body Mass Index (BMI) ist eine Beurteilungsgrundlage für die Gewichtsklassifikation.

Broteinheit

Kohlenhydrate lassen den Blutzucker-Spiegel besonders stark steigen. Broteinheiten werden daher im Rahmen von Diabetes-Therapien genutzt, um den individuellen Insulin-Bedarf zu ermitteln und Diät-Pläne aufzustellen.

Chemical Score

Der Chemical Score (CS) bestimmt den Protein-Gehalt, genauer: die Protein-Qualität eines Nahrungsmittels.

Darmflora

Die Darmflora umfasst alle Bakterien und Hefen im Darm. Wir „besitzen“ rund zehn Mal mehr dieser Mikro-Organismen als Zellen. Die meisten „sitzen“ im Dickdarm.

Einfachzucker

Einfachzucker (auch Monosaccharide) sind organisch-chemische Verbindungen: Eine Kette aus mindestens drei Kohlenstoff-Atomen bildet das Grundgerüst, dazu weisen sie eine Carbonyl-Gruppe sowie mindestens eine Hydroxyl-Gruppe auf.

Energie-Bilanz

Die Energie-Bilanz beschreibt das Verhältnis zwischen dem individuellen Energie-Bedarf und der tatsächlichen Energie-Zufuhr.

Energie-Dichte

Die Energie-Dichte bezeichnet die Menge an Kalorien in einer bestimmten Nahrungsmenge. Beispiel: Mit 100 Gramm Schokolade werden etwa 550 Kalorien aufgenommen, mit 100 Gramm Brot 210 Kalorien.

Energie-Umsatz

Der Energie-Umsatz (auch Gesamt-Umsatz) bezeichnet alle Stoffwechsel-Vorgänge bei der Umwandlung von Nährstoffen in Energie.

Enzym

Enzyme (früher Fermente) sind Proteine. Sie finden sich in jeder Körperzelle und dienen als Katalysatoren, die unseren Stoffwechsel, genauer: biochemische Reaktionen wie die Verdauung, steuern und beschleunigen.

Essenzielle Aminosäure

Aminosäuren sind die Bausteine der Proteine. Essenzielle Aminosäuren braucht unser Körper lebensnotwendig, kann sie aber nicht selbst herstellen. Wir müssen sie mit der Nahrung aufnehmen.

Essenzielle Fettsäure

Essenzielle Fettsäuren (EF) wirken mit beim Aufbau der Zell-Membranen. Sie sind die Ausgangssubstanz von Eicosanoiden und an vielen Stoffwechsel-Prozessen beteiligt.

Essenzieller Nährstoff

Nährstoffe sind essenziell, wenn unser Körper sie lebensnotwendig braucht und nicht aus anderen Nährstoffen wie Wasser, Fetten oder Aminosäuren herstellen kann, wir sie also mit der Nahrung aufnehmen müssen.

Fettabbau

Der Fettabbau (auch Lipolyse von griech. lipos = fett und lysis = Auflösung) ist die hydrolytische (sprich: mit Wasser ablaufende) Spaltung verseifbarer Lipide, d. h. von Triglyceriden und Cholesterin-Estern durch Enzyme.

Gesamtumsatz

Grundumsatz und Leistungsumsatz (Energie-Verbrauch bei körperlicher Aktivität) bilden unseren Gesamtumsatz.

Gesättigte Fettsäure

Gesättigte Fettsäure (GF) zeigen zwischen den Kohlenstoff-Atomen nur Einfachbindungen und sind daher mit Wasserstoff-Atomen gesättigt. Je härter ein Fett ist, desto mehr GF enthält es.

Ghrelin

Ghrelin steht für Growth Hormone Release Inducing („die Freisetzung von Wachstumshormonen einleitend“).

Glukose

Glukose (oder Traubenzucker) ist ein wichtiger Energie-Lieferant, der über den Darm ins Blut aufgenommen wird.

Gluten

Gluten (auch Klebereiweiß) ist ein Eiweiß-Bestandteil, das in diversen Getreidesorten wie Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste, Grünkern und Hafer, aber auch in alten Getreidesorten wie Einkorn und Emmer enthalten ist.

Glykämische Last

Die glykämische Last (GL) entwickelt des Konzept des glykämischen Index’ (GI) weiter.

Glykämischer Index

Der glykämische Index ist ein Maß für die blutzuckersteigernde Wirkung der Lebensmittel bzw. der enthaltenen Kohlenhydrate.

Grundumsatz

Der Grundumsatz ist Teil unseres Energie-Verbrauchs. Er bezeichnet die Energie, die unser Körper im Ruhezustand braucht, um lebenswichtige Funktionen wie Stoffwechsel, Atmung und Herztätigkeit aufrecht zu halten.

Hyperglykämie

Bei einer Hyperglykämie (HG; erhöhte Blutzuckerwerte, auch „Überzucker“) ist der Glukose-Anteil im Blut chronisch erhöht.

Hypoglykämie

Unter Hypoglykämie versteht man eine Unterzuckerung, der Glicose-Anteil im Blut sinkt ab.

Insulin

Insulin wird von Bauchspeicheldrüsen-Zellen, den sogenannten Langerhans-Inseln, gebildet - daher der Name: von lateinisch „insula“ für Insel.

Insulin-Empfindlichkeit

Die Insulin-Empfindlichkeit gibt an, wie stark Körperzellen auf das Hormon Insulin ansprechen.

Jo-Jo-Effekt

Der Jo-Jo-Effekt beschreibt das Auf und Ab des Gewichts bei Diäten: Die Diät reduziert das Gewicht zwar kurzzeitig. Ohne Änderung der Lebensgewohnheiten ist es danach aber oft höher als davor.

Ketosäure

Ketosäuren (auch Ketocarbonsäuren oder Oxosäuren) sind Carbonsäuren mit einer zusätzlichen Carbonyl-Gruppe. Sie spielen eine wichtige Rolle in Aminosäure-Stoffwechsel und Säure-Basen-Haushalt.

Lactose

Lactose („Milchzucker“) ist in Milch enthaltener Zucker.

Lactose-Intoleranz

Bei Lactose-Intoleranz wird mit der Nahrung aufgenommener Milchzucker als Folge reduzierter oder fehlender Bildung des Verdauungsenzyms Laktase nicht im Dünndarm aufgespalten und verdaut, sondern erst im Dickdarm von Bakterien abgebaut bzw. vergoren.

Laktase

Das Dünndarm-Enzym Laktase zerlegt mit der Nahrung zugeführte Lactose („Milchzucker“) in seine Bestandteile Glukose und Galaktose – da unser Körper nur die Spaltprodukte über die Darmwand ins Blut aufnehmen und verwerten kann.

Leistungsumsatz

Der Leistungsumsatz (LU) ist die Energie-Menge, die bei körperlicher Aktivität – zusätzlich zum Grundumsatz - für Muskel-Arbeit verbraucht wird.

Leptin

Leptin (von griech. leptos = „dünn“) ist ein Fettgewebshormon (Adipokin). Vor allem Fett speichernde Zellen (Adipozyten) schütten Leptin nach Mahlzeiten aus.

Lunasin

Das Peptid Lunasin kommt unter anderem natürlich vor in Getreide-Sorten wie Gerste, Weizen und Roggen.

Lysin

Lysin ist eine essenzielle Aminosäure. Sie ist ein zentraler Baustein vieler Proteine und auch im Blutplasma zu finden.

Mehrkomponenten-Protein

In Mehrkomponenten-Proteinen (MP) werden mehrere Protein-Quellen in genau austarierten Misch-Verhältnissen kombiniert, um ein höherwertiges Nahrungseiweiß zu erhalten.

Nährstoff-Dichte

Die Nährstoff-Dichte bezeichnet die Menge eines Nährstoffes in einem Lebensmittel in Relation zum Energie-Gehalt des Lebensmittels.

Omega-3-Fettsäure

Omega-3-Fettsäuren sind essenzielle, ungesättigte Fettsäuren: Unser Körper kann sie nicht selbst herstellen, wir müssen sie mit der Nahrung aufnehmen.

Omega-6-Fettsäure

Omega-6-Fettsäuren gehören zu den ungesättigten, essenziellen Fettsäuren, die wir über die Nahrung aufnehmen müssen.

Präbiotikum

Präbiotika sind die Nährstoffe der Probiotika: Sie regen Mikro-Organismen wie Laktobazillen und Bifido-Bakterien dazu an, aktive Kulturen zu bilden, pathogene Keime zu verdrängen und so die Darmflora zu fördern.

Probiotikum

Probiotika sind Mikro-Organismen in Nahrungs- und Arzneimitteln. Meist Milchsäure-Bakterien wie Bifido-Bakterien und Laktobazillen oder Hefen.

Remission

In der Medizin bedeutet Remission das vorübergehende oder dauerhafte Nachlassen von Krankheitssymptomen.

Respiratorischer Quotient

Dieser beschreibt das Verhältnis vom ausgeatmeten Kohlenstoffdioxid zum eingeatmeten Sauerstoff.

Ruhe-und Aktivitäts-Energieaufwand

Wenn der Körper aktiv wird und sich nicht mehr im Ruhezustand befindet- zum Beispiel sobald wir gehen, laufen, uns bei ganz alltäglichen Dingen bewegen, etwas tragen oder beim Sport aktiv sind, verbraucht Ihr Körper zusätzlich zum Grundumsatz Energie.

Säure-Basen-Haushalt

Der Säure-Basen-Haushalt (SBH) ist ein physiologischer Regelkreis, der den pH-Wert des Blutes (relativ) konstant im leicht basischen Bereich zwischen 7,35 und 7,45 hält.

Schlafstoffwechsel

Ausreichender Schlaf ist verantwortlich für ein einen ausgeglichenen Stoffwechsel. Schlafmangel hat Auswirkungen auf den Hunger und die Sättigung. Stoffwechselvorgänge werden unter anderem hormonell gesteuert.

Spurenelement

Spurenelemente sind Mineralstoffe. Mineralstoffe werden eingeteilt in Mengen- oder Makro-Elemente und Spuren- oder Mikro-Elemente die unser Körper nur „in Spuren“ braucht und enthält.

Stoffwechselkammer

In einer Stoffwechselkammer kann man den Energieumsatz (Kalorienverbrauch) und das Verhältnis von Kohlenhydrat- und Fettumsatz eines Menschen bestimmen.

Synergie-Effekt

Ein Synergie-Effekt (SE; von griech. „synergismos“ – „Zusammenarbeit“) beschreibt das Zusammenwirken von Lebewesen, Stoffen oder Kräften.

Verzweigtkettige Aminosäure

Verzweigtkettige Aminosäuren sind für den Protein-Aufbau, speziell für den Aufbau der Muskulatur, erforderlich.

Viszeralfett

Viszeralfett (von lat. viscera = „Eingeweide“; auch intraabdominales Fett) umgibt und schützt unsere inneren Organe. Es dient dazu als Energie-Reserve.

Vitamine

Vitamine sind organische Verbindungen, die Pflanzen, Tiere, Bakterien und Pilze bilden. Beim Menschen sind Vitamine an vielen Stoffwechsel-Prozessen beteiligt und für viele Körper-Funktionen unverzichtbar.

Zweifachzucker

Zweifachzucker (ZZ; auch Disaccharide) sind organisch-chemische Verbindungen aus 2 Einfachzuckern (Monosaccharide)