Fettabbau

Der Fettabbau (auch Lipolyse von griech. lipos = fett und lysis = Auflösung) ist die hydrolytische (sprich: mit Wasser ablaufende) Spaltung verseifbarer Lipide, d. h. von Triglyceriden und Cholesterin-Estern durch Enzyme. Beim Abbau werden Mono- und Diglyceride und als Zwischenprodukte freie Fettsäuren gebildet, die ins Blut abgegeben werden. Dazu entstehen Alkohole wie Glycerin oder Cholesterin. Der Fettabbau findet im menschlichen Körper hauptsächlich in den Fettzellen (Adipozyten) statt und wird durch Hormone wie Insulin oder Adrenalin gesteuert. Für die Fettspaltung sind Lipasen (wasserlösliche Enzyme) verantwortlich. Der Abbau von Körperfett verläuft in drei Schritten, in denen jeweils eine Fettsäure abgespalten wird. Diese Fettsäuren werden ins Blut abgegeben und von der Muskulatur oder von Organen aufgenommen und verstoffwechselt. Kurzkettige Fettsäuren bewegen sich dabei frei im Blut, langkettige Fettsäuren brauchen Transport-Proteine. 

Der Fettabbau tritt bei tierischen Organismen vorwiegend bei der Mobilisierung von Depotfett aus den Adipozyten des Fettgewebes auf. Im geringen Umfang auch bei der Fettverdauung. Er stellt bei Nahrungsmangel die wichtigste Energiequelle dar. Auch wenn – wie bei Übergewichtigen – der Fettaufbau den Fettabbau übertrifft, baut der Körper kontinuierlich Fett ab. 
 

Synonyme: Lipolyse
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