Jo-Jo-Effekt

Der Jo-Jo-Effekt beschreibt das Auf und Ab des Gewichts bei Diäten: Die Diät reduziert das Gewicht zwar kurzzeitig. Ohne Änderung der Lebensgewohnheiten (gesündere Ernährung, mehr Bewegung) ist es danach aber oft höher als davor.

Verringern wir bei einer Diät die Kalorien-Menge plötzlich stark, schaltet der Körper in den Energie-Sparmodus: Er schüttet vermehrt Appetit- und Hunger-Hormone aus, senkt den Grundumsatz und zieht Energie verstärkt aus Eiweißen in Muskulatur oder Blut statt aus dem Fettgewebe (Hunger-Stoffwechsel).

Nach der Diät verharrt der Körper trotz „normaler“ Kalorien-Zufuhr zunächst im Sparmodus: Das Hunger-Gefühl bleibt, so viel Energie wie möglich wird als Fett gespeichert – als Vorrat für neue „schlechte Zeiten“. Studien weisen dazu darauf hin, dass der Jo-Jo-Effekt den Stoffwechsel nachhaltig stört und so das Diabetes-Risiko erhöht.

Hintergrund: Bis in die Jugend vermehren sich unsere Fett speichernden Zellen (Adipozyten). Bei Diäten werden sie geleert, aber nicht abgebaut. Wer in jungen Jahren viel Fettgewebe aufbaut, verliert darum als Erwachsener besonders schwer Gewicht. Das Ziel einer Diät ist also nicht, Fettzellen zu verlieren, sondern zu verkleinern - und dabei die Muskulatur zu erhalten.
 

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