Bauchfett/Viszeralfett

Viszeralfett (von lat. viscera = „Eingeweide“; auch intraabdominales Fett) umgibt und schützt unsere inneren Organe. Es dient dazu als Energie-Reserve. Vor allem kranke Bauchfett-Zellen sind extrem aktiv – und ungesund. Sie schütten verschiedene Botenstoffe wie das Zytokin, TNF-a, Cortisol und Leptin aus, die Stoffwechsel, Organe und unser Gehirn negativ beeinflussen können.

Bei anhaltend falscher Ernährung, fehlender Bewegung und anhaltendem Stress speichert unser Körper zu viel Bauchfett (viszerale Adipositas). Dabei können Bauchfett-Zellen (Adipoyzten) auf das bis zu 200-mal ihrer normalen Größe anwachsen. Besonders anfällig sind Übergewichtige und Adipöse vom (eher) männlichen Apfel-Typ: Sie lagern überschüssiges Fett primär im Bauchraum ein. (Der eher weibliche Birnen-Typ speichert Fett vermehrt an den Hüften.)

Krankes Bauchfett stört die Appetit-Regulation, führt zu Heißhunger und Dauer-Hunger und lässt den Bauch-Umfang weiter anwachsen – aktuell der beste Indikator für die Vorhersage von Erkrankungen, die (auch) von Übergewicht ausgelöst werden. Bei Frauen besteht ab einem Bauch-Umfang von 80 cm, bei Männern ab einem Umfang von 94 cm ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Typ-2-Diabetes. Ab 88 bzw. 102 cm gilt das Risiko als stark erhöht.

Bauchfett ist direkt oder indirekt für viele Symptome und Erkrankungen verantwortlich. Dazu zählen das metabolische Syndrom und Typ-2-Diabetes. Auch an der Entstehung von Arteriosklerose, Thrombosen, Alzheimer und verschiedenen Krebsarten ist das Bauchfett wahrscheinlich beteiligt.

Synonyme: Bauchfett
Zurück