Biologische Wertigkeit

Die biologische Wertigkeit (BW) beschreibt, wie gut unser Körper die Proteine in einem Lebensmittel verwerten und daraus körpereigene Eiweißstrukturen bilden kann. Genauer: wieviel Gramm Körpereiweiß aus 100 Gramm Nahrungseiweiß gebildet werden kann.

Die Höhe der biologischen Wertigkeit hängt ab von der Menge und vom Verhältnis der enthaltenen essenziellen Aminosäuren. Je mehr ein Nahrungseiweiß dem menschlichen Körperprotein gleicht, desto höher ist seine BW. Hat ein Nahrungsmittel eine hohe biologische Wertigkeit, so reicht eine kleine(-re) Menge davon aus, um den täglichen Proteinbedarf zu decken – und umgekehrt.

Um verschiedene Nahrungsmittel hinsichtlich ihrer biologischen Wertigkeit miteinander zu vergleichen, entwickelte der Freiburger Mediziner Karl Thomas Mitte des 20. Jahrhunderts einen Index, in den Lebensmittel eingetragen werden können. Der Basiswert von 100 entspricht dabei der biologischen Wertigkeit des Proteins von einem Vollei. Hat ein Produkt eine höhere biologische Wertigkeit, kann das darin enthaltene Eiweiß besser vom menschlichen Körper verarbeitet werden. Beispiele für Lebensmittel: Kuhmilch hat eine BW von 82, Geflügelfleisch eine von 80, Thunfisch eine von 92 und Weizen eine von 47. Werden eiweißreiche Lebensmittel kombiniert, wird die BW der Kombi-Proteine mitunter über die der einzelnen Bestandteile gesteigert.

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