Essenzieller Nährstoff

Nährstoffe sind essenziell, wenn unser Körper sie lebensnotwendig braucht und nicht aus anderen Nährstoffen wie Wasser, Fetten oder Aminosäuren herstellen kann, wir sie also mit der Nahrung aufnehmen müssen. Fehlen essenzielle Nährstoffe, kommt es zu Mangel-Erscheinungen.

Semi-essenzielle Nährstoffe stellt der Organismus dagegen selbst her. In bestimmten Lebensphasen – vor allem im Wachstum, bei starker Belastung (Kraft- und Ausdauer-Sport, Stress etc.) oder während bzw. nach einer Krankheit – produziert unser Körper diese Nährstoffe aber nicht in ausreichendem Maße. Wir müssen sie dann zusätzlich mit der Nahrung aufnehmen (daher „semi-essenziell“). Das gilt unter anderem für essenzielle Aminosäuren.

Allgemein sind für den Menschen Makro-Nährstoffe (Kohlenhydrate, Proteine, bestimmte Fette) und Mikro-Nährstoffe (etliche Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe) essenziell. In manchen Definitionen gelten dagegen nur Nährstoffe als essenziell, die – anders als Mikro-Nährstoffe – den Körper mit Energie versorgen.

Die Funktionen der Makro-Nährstoffe sind heute gut erforscht. Die Wirkungen etlicher Mikro-Nährstoffe wie etwa der sekundären Pflanzenstoffe sind dagegen Gegenstand intensiver Forschung. Dazu ist die Essenzialität einzelner Nährstoffe umstritten – weshalb sie auch funktionelle Nährstoffe genannt werden.

Synonyme: notwendigen Nährstoffe
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