Leptin

Leptin (von griech. leptos = „dünn“) ist ein Fettgewebshormon (Adipokin). Vor allem Fett speichernde Zellen (Adipozyten) schütten Leptin nach Mahlzeiten aus. Es überträgt Sättigungssignale ans Gehirn, verringert das Hunger-Gefühl und steuert so unseren Appetit. Leptin hält also schlank („dünn“), weil es unseren Appetit bremst.

Leptin ist der hormonelle Gegenspieler des gastrointestinalen („Magen und Darm betreffenden“) Hormons Ghrelin, dessen Spiegel bei vollem Magen niedrig ist und so ebenfalls Sättigung signalisiert. Der gesunde Leptin-Mechanismus: je mehr Fettzellen, desto weniger Hunger. Und umgekehrt.

Ein dauerhaft erhöhter Leptin-Spiegel fördert Blut-Hochdruck (Hypertonie) und  Übergewicht. Etliche Übergewichtige zeigen sogar eine Leptin-Resistenz: Besonders die krankhaft vergrößerten Bauchfett-Zellen überschwemmen das Blut zwar mit Leptin, schwächen damit aber das Sättigungssignal. Dauer-Appetit ist die Folge.

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