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Maltodextrin – Der Stoffwechselkiller in Diätshakes

Von Jenny, Diätassistentin | Geprüft von Helen, Ernährungswissenschaftlerin (M.Sc. Ernährungswissenschaften)

Sind Sie auf einer Zutatenliste schon mal über den Begriff Maltodextrin gestolpert und haben sich gefragt, was sich eigentlich dahinter verbirgt? Diese harmlos klingende Zutat ist tatsächlich ein echter Stoffwechsel-Killer beim Abnehmen! Wir erklären, warum dieser scheinbar harmlose, aber hochverarbeitete Stoff so schädlich für den Stoffwechsel ist und warum er dennoch in so vielen Diätshakes und Lebensmitteln steckt.

Themen im Überblick:

  1. Auf einen Blick

  2. Maltodextrin – Was allein der Name verrät

  3. Unscheinbar, aber überall: Was ist eigentlich Maltodextrin?

  4. Wie Maltodextrin den Stoffwechsel negativ beeinflusst

  5. Maltodextrin als Alleskönner in der Lebensmittelindustrie?

  6. Maltodextrin im Ausdauersport – sinnvoll nur in Ausnahmefällen

  7. Fazit: Maltodextrin – ein echter Stoffwechsel-Killer

Auf einen Blick:

Das weiße, geschmacksneutrale Pulver wird in der Lebensmittelindustrie gerne als Füllstoff, Energieträger und Stabilisator eingesetzt. Der glykämische Index von Maltodextrin liegt bei 95 – das ist höher als bei Haushaltszucker. Das bedeutet: Der Blutzuckerspiegel steigt rasant an, der Körper produziert Insulin und als Folge fällt der Blutzuckerspiegel ebenso schnell wieder ab. Das führt dazu, dass die Fettverbrennung gestoppt wird, während vermehrt Fett eingelagert wird. Gleichzeitig entsteht Heißhunger. Durch dieses Zusammenspiel wird der Stoffwechsel auf Zunehmen programmiert.

Maltodextrin – Was allein der Name verrät

So kompliziert der Begriff auch klingt – der Ursprung ist einfach erklärt:

  • "Malto-" kommt von Maltose (auch als Malzzucker bekannt): ein Zucker, der aus zwei Zuckerbausteinen besteht

  • "-dextrin" stammt von den Dextrinen ab – kurze Zuckerketten, die bei der Verarbeitung von Stärke entstehen.

Zusammen ergibt das Maltodextrin – ein Begriff, der seine Zusammensetzung also schon im Namen trägt.

Unscheinbar, aber überall: Was ist eigentlich Maltodextrin?

Maltodextrin – ein Begriff, der kompliziert klingt und für Verbraucher*innen kaum durchschaubar ist. Hinter Maltodextrin verbirgt sich im Grunde nichts anderes als ein aus pflanzlicher Stärke gewonnenes Kohlenhydratgemisch – hergestellt aus Mais, Weizen, Kartoffeln oder Reis.

Aber wie entsteht das Pulver, das in vielen unserer täglich verwendeten Produkte landet?

Bei der Herstellung wird zunächst die aus dem Getreide gewonnene Stärke mit Wasser erhitzt – dabei bildet es eine klebende, gelartige Masse, die mithilfe von Enzymen anschließend in kleinere Zuckerketten aufgespalten wird – ein Vorgang, der sich „enzymatische Hydrolyse“ nennt. Nach dem Filtern, Reinigen und Trocknen bleibt ein feines, weißes Pulver übrig: das Maltodextrin, wie wir es aus zahlreichen Produkten kennen. ­­

Wie Maltodextrin den Stoffwechsel negativ beeinflusst

1. Blutzucker-Achterbahn: Die enge Verbindung zwischen Maltodextrin und Zucker

Maltodextrin wird extrem schnell verdaut. Dadurch gelangt das Kohlenhydratgemisch rasch ins Blut und lässt den Blutzuckerspiegel innerhalb kürzester Zeit steil nach oben schießen. Doch was bedeutet dieser schnelle Zucker-Einstrom nun konkret für unseren Stoffwechsel? Der Körper reagiert sofort und schüttet große Mengen an Insulin aus, um den durch Maltodextrin entfachten Zuckerüberschuss so schnell wie möglich zu senken.

Wie stark ein Lebensmittel den Blutzucker beeinflusst, zeigt der glykämische Index (GI). Mit einem GI von 95 liegt Maltodextrin fast auf dem gleichen Niveau wie Traubenzucker (GI = 100). Maltodextrin wirkt also nahezu genauso stark auf unseren Blutzuckerspiegel wie purer Zucker.

Auf den schnellen Blutzuckeranstieg folgt ein ebenso rascher Abfall. Für das Gehirn fühlt sich dieser abrupte Wechsel wie eine „Energiekrise“ an. Der Körper schaltet in einen Schutzmodus: Prozesse wie die Fettverbrennung werden blockiert, während Fettreserven bevorzugt gespeichert werden. Die Folge sind Heißhunger, Müdigkeit und das starke Verlangen danach, wieder etwas zu essen – alles Faktoren, die das Abnehmen deutlich erschweren.

Kurz gesagt: Maltodextrin signalisiert dem Körper „Speichern statt Verbrennen“ und wirkt damit genau dem entgegen, was man beim Abnehmen erreichen möchte.

Zum Vergleich: Almased hat einen glykämischen Index von nur 27. Das bedeutet, die Energie daraus wird langsam und gleichmäßig freigesetzt. Der Blutzucker bleibt stabil, Insulin steigt nur leicht an und fällt kontrolliert wieder ab. Keine Achterbahn, kein Heißhunger – sondern ein optimierter Stoffwechsel, der endlich Fett verbrennen kann. 

2. Die Heißhungrespirale

Produkte mit hohem GI, wie Maltodextrin, machen nicht satt – sie machen hungriger. Ihr Körper bekommt weniger Sättigungssignale, dafür aber umso mehr Hungersignale vermittelt, was Heißhungerattacken fördert und die Energieaufnahme unnötig in die Höhe treibt.

Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index bringen nicht nur ihren Blutzucker durcheinander – sie beeinflussen auch Ihre Hunger- und Sättigungsregulation. Durch den schnellen Blutzuckeranstieg und -abfall werden wichtige Sättigungshormone wie GLP-1 und Peptid YY weniger ausgeschüttet. Gleichzeitig steigt die Ausschüttung von Ghrelin, dem sogenannten „Hungerhormon“, an.

 

3. Warum Maltodextrin dick macht

Trotz des neutralen Geschmacks liefert Maltodextrin pro Gramm genauso viele Kalorien wie Zucker. Wer also glaubt, mit einem „nicht so süßen“ Zusatzstoff automatisch leichter davonzukommen, irrt sich.

Schleicht sich Maltodextrin immer wieder in unseren Alltag, nimmt man schnell mehr Energie auf, als man verbraucht, was früher oder später zu einer Gewichtszunahme führt.

Hinzu kommt, dass Maltodextrin nicht sättigt. Anstatt für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl zu sorgen, meldet sich der Hunger schnell zurück und genau das erschwert Ihnen die Diät. Eine scheinbar unauffällige Zutat kann so unbemerkt dazu beitragen, dass die Waage stagniert oder sogar nach oben hinaus ausschlägt.

Maltodextrin hat also auf der Zutatenliste eines Abnehmshakes nichts zu suchen. In Almased finden Sie deshalb garantiert kein Maltodextrin. Stattdessen finden Sie dort natürliche hochwertige Zutaten, die wirklich satt machen und den Stoffwechsel aktiv halten.

4. Kleine Zutat, große (Neben-)Wirkung

So unscheinbar Maltodextrin wirkt – bei empfindlicher Verdauung kann es sich unangenehm bemerkbar machen.

Zu den möglichen Folgen gehören:

  • Blähungen, Völlegefühl
  • Durchfall, Übelkeit
  • Sodbrennen, häufiges Aufstoßen
  • erhöhtes Kariesrisiko

Maltodextrin als Alleskönner in der Lebensmittelindustrie?

Maltodextrin ist ein echtes Chamäleon der Industrie: Es taucht nicht nur in handelsüblichen Lebensmitteln, Sportgels und medizinischer Ernährung auf, sondern findet auch in der Pharma-, Kosmetik- und sogar in der Tierfutterindustrie Verwendung.

Kaum süß, nahezu geschmacksneutral und optisch unauffällig – genau diese Eigenschaften sorgen dafür, dass Maltodextrin oft auf Zutatenlisten übersehen und schnell zu einem unsichtbaren Dauergast in unserer täglichen Ernährung wird. Ob in Süßigkeiten, Backwaren oder Light-Produkten – das feine Pulver steckt heutzutage in unzähligen Lebensmitteln. Wir nehmen es oft kaum wahr, doch für die Lebensmittelindustrie sind die Eigenschaften dieses Pulvers ein echter Allrounder: vielseitig einsetzbar, technisch praktisch und vor allem günstig.

Aber was macht diese unscheinbare Zutat eigentlich in unseren Lebensmitteln? Die Antwort: so einiges.

Maltodextrin erfüllt in vielen Produkten gleich mehrere Aufgaben. In Light-Produkten wird es oft als Fett-Ersatz verwendet, da es eine ähnliche Konsistenz erzeugen kann. Und auch in Produkten wie etwa Fertigsuppen, -soßen oder Wurstwaren findet man Maltodextrin als Verdickungs- oder Bindemittel. Als Energieträger und Stabilisator sorgt es in Produkten wie Pulverkaffee, Instant-Latte-Macchiato oder Gewürzmischungen außerdem dafür, dass die Mischung rieselfähig bleibt, Aromen haften und sich nichts absetzt. Gleichzeitig trägt es dazu bei, die Haltbarkeit der Produkte zu verbessern – ganz ohne aufzufallen.

Ein wesentlicher Grund für den häufigen Einsatz von Maltodextrin ist seine Funktion als Füllstoff: Maltodextrin sorgt dafür, dass Produkte großzügiger gefüllt erscheinen, ohne dabei einen tatsächlichen Mehrwert zu bieten. Und das sind längst nicht seine einzigen Aufgaben. Maltodextrin ist also weit mehr als nur ein harmloser Zusatzstoff und genau das macht ihn für die Lebensmittelindustrie so attraktiv.

Maltodextrin im Ausdauersport – sinnvoll nur in Ausnahmefällen

In der Sporternährung wird Maltodextrin häufig in energiereichen Gels verwendet – vor allem, um den Körper bei extremen Ausdauerbelastungen wie einem Marathon schnell mit Energie zu versorgen. In solchen Situationen ist der hohe Kaloriengehalt sogar gewünscht, weil der Körper in kurzer Zeit sehr viel Energie verbraucht. Für Leistungssportler*innen kann Maltodextrin deshalb kurzfristig hilfreich sein – im Alltag oder beim Abnehmen wäre dieser Effekt jedoch genau das Gegenteil von dem, was man erreichen möchte.

Auch im medizinischen Bereich wird Maltodextrin gezielt eingesetzt, etwa bei Patient*innen, die aufgrund einer Erkrankung stark an Gewicht verloren haben und zusätzliche Energie benötigen. In Form von hochkalorischen Trinknahrungen oder Pulvern hilft es, den Kaloriengehalt einer Mahlzeit zu erhöhen, ohne den Geschmack oder die Konsistenz zu verändern. 

Fazit: Maltodextrin – ein echter Stoffwechsel-Killer

Schlussendlich lässt sich zusammenfassen: Maltodextrin steckt in unzähligen Produkten, liefert genauso viele Kalorien wie Zucker und treibt den Blutzucker in die Höhe – ohne dabei süß zu schmecken.

Für die Lebensmittelindustrie ist Maltodextrin ein praktischer Allrounder. Für Sie als Verbraucher*in dagegen ohne echten Nutzen. Nur in Ausnahmesituationen, wie bei extremen Ausdauerbelastungen oder im medizinischen Bereich, kann es eine sinnvolle Rolle spielen – im Alltag hingegen erschwert es das Erreichen Ihrer Abnehmziele. In einem Diätshake hat Maltodextrin somit sicherlich nichts zu suchen.

Daher gilt: Informieren Sie sich genau, lesen Sie die Zutatenlisten und entscheiden Sie bewusst, was Sie Ihrem Körper zuführen wollen. Denn nur wer weiß, was drinsteckt, kann wirklich gut auf sich achten.

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