Weltdiabetestag 14.11.2020

Diabetes – Ein Thema, das viele Menschen bewegt. Allein in Deutschland leben mehr als 7 Millionen Menschen mit einem diagnostizierten Diabetes. Und was kaum bekannt ist: Täglich kommen 1000 Neuerkrankungen hinzu. In der Regel basieren viele Diabetes-Therapien auf medikamentösen Ansätzen. 50% der Diabetes-Typ-2-Erkrankten müssen aber nicht medikamentös behandelt werden. Ob zur Prävention oder Behandlung – ausreichend Bewegung und eine gesunde ausgewogene Ernährung sind dabei bedeutsam.

 

Hell leuchtet ein Licht – auch in dieser besonderen Zeit


Auch in diesem Jahr fiel der Blick erwartungsvoll auf die zentrale Patientenveranstaltung zum  Weltdiabetestag am 14. November. Seit über 10 Jahren liegt die Organisation dieses Events in bewährten Händen der Deutschen Diabetes Hilfe/diabetesDE, unter der Schirmherrschaft des Bundesgesundheitsministeriums. Wissenschaftliche Vorträge zu neuesten Therapien und Forschungen, neben einem beliebten Rahmenprogramm, eine große Industrie-Ausstellung mit Informationen und neusten Entwicklungen rund um Diabetes.

All das wird von den Teilnehmer*innen sehr geschätzt und ist ein fester Bestandteil in Ihrem Leben, um sich auf den neusten Wissensstand zu bringen. Auf Grund der „Corona-Pandemie “ wurde jedoch ein Umdenken dieses Konzeptes erforderlich.

Dieses Jahr fand der Weltdiabetestag ganz anders statt, man musste sich neu erfinden, um die Sicherheit der Teilnehmer*innen gewährleisten zu können.

Eine Entscheidung, die zum Schutz Aller, vor allem der Diabetiker*innen als Risikogruppe, getroffen wurde. Der Gedanke, zu schützen und gleichzeitig zu informieren, sollte problemlos möglich sein und hatte in diesem Jahr oberste Priorität. Der Weltdiabetestag fand deshalb dieses Jahr das erste Mal digital statt. 

Den Anfang machte unser Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mit einem Grußwort. Er machte Mut, auch in dieser besonderen Zeit besondere Wege zu gehen. Zum Beispiel indem man als Teilnehmer*in der digitalen Veranstaltung die Möglichkeit eines Austausches rund um die Erkrankung Diabetes,nutzt.

Die digitale Patientenveranstaltung ist eine gute Lösung, um Neues zu erfahren, Sorgen zu teilen und miteinander zu kommunizieren. Der Appell lautete, auch weiterhin die Aufmerksamkeit für die Volkskrankheit Diabetes in das Bewusstsein der Gesellschaft zu rücken und den Kampf gegen Diabetes mit aller Kraft zu unterstützen.

Auf der Homepage https://www.diabetesde.org/weltdiabetestag  sind eine Vielzahl an Experten-Videos rund um das Thema Diabetes zu sehen: "Therapie und Technik", "Ernährung und Diabetes" sowie "Kinder und Jugendliche mit Diabetes". Ein Thema, das auch uns von Almased eine ganz besondere Herzensangelegenheit ist. Das Programm am 14.11. enthielt unterschiedliche, sehr interessante Zoom-Webinare, als Alternative für die Patientenveranstaltung.

Die blaue Nacht als weltweites Zeichen

Ein leuchtendes Zeichen zu setzen, das ist das Signal der „blauen Nacht“. Dafür wurde, auch in der besonderen Corona-Zeit, das Sony Center in Berlin am Abend des 14. Novembers, wie auch andere Bauwerke, Denkmäler oder Konstruktionen, auf der ganzen Welt, um 19 Uhr im Kampf gegen Diabetes intensiv blau angestrahlt. Ein starkes Zeichen, das wir von Almased nicht nur ideell, sondern auch im Rahmen unserer Zusammenarbeit mit diabetesDE, wieder in diesem Jahr unterstützt haben.

Am Abend des Weltdiabetestages veranstaltete diabetesDE, mit der Unterstützung von Almased, zudem eine politische Podiumsdiskussion zum Thema Diabetes. Aus der Sicht von Almased sind Veranstaltungen wie diese besonders wichtig, um den Menschen mit Diabetes und Ihren Angehörigen die Aufmerksamkeit zu verschaffen, die sie verdienen und für die nötige Aufklärung in der Gesellschaft zu sorgen. Auch in Zeiten von Corona.

Doch auch hier war auf Grund der aktuellen Situation eine Anpassung notwendig. Wegen der Kontaktbeschränkungen wurde die Diskussion, in diesem Jahr ausschließlich digital, am Samstag, 14.11.2020 ab 19:00 Uhr unter www.facebook.com/diabetesde übertragen.

Als Themen wurden in diesem Jahr, Immunsystem stärken, Gewicht abbauen und Diabetes reduzieren, ausgewählt. Informationen, die ganz besonders in Zeiten von Covid -19, noch stärker an Bedeutung gewinnen.  

Die Moderation der Diskussion übernahm Dagmar von Cramm: Ernährungswissenschaftlerin und Journalistin. Aus  Wissenschaft und Politik geladene Teilnehmer*innen waren: Dr. Jens Kröger (Vorstandsvorsitzender von diabetesDE ), Dr. Kerstin Kempf (Biologin), Renate Künast (MdB) und Dietrich Monstadt (MdB). Sie können die ganze Diskussion inklusive des Impuls-Vortrages von Frau Dr. Kempf auf Facebook nachschauen.

Wir haben für Sie die wichtigsten Inhalte der Podiumsdiskussion zum Weltdiabetestag zusammengefasst:
Der sehr informative Implus-Vortrag von Frau Dr. Kempf  befasste sich mit neusten Erkenntnissen im Bereich Diabetes, ganz besonders in Zeiten von Covid-19. Sie erklärte, welche Faktoren bei Risikogruppen wie Diabetiker*innen und Covid-19, eine Rolle spielen. Neben dem höheren Alter, dem Geschlecht und einem BMI >30 (Übergewicht), stellte sich ein hoher Entzündungsmarker als Einflussfaktor heraus.  

Hohe Entzündungsmarker sagen also ein Risiko für einen schweren Verlauf von Covid-19 voraus. Die Empfehlung, um sich bestmöglich zu schützen, lautet: Eine Veränderung des Lebensstils, die Umstellung der Ernährung, weniger Kohlenhydrate, mehr Bewegung und eine Gewichtsabnahme durch einen stringenten Start mit einer Formula-Diät, die zur Senkung des Insulinspiegels führt. Effektive Maßnahmen die auch den Kampf gegen den Diabetes unterstützen.

Herr Dr. Jens Kröger sprach sich für eine individuelle Vorsorge, einer Grundtherapie mit einer Ernährungsumstellung/ -beratung  und mehr Bewegung aus. Menschen in der Zeit der Corona-Pandemie zu begleiten und mehr digital zu unterstützen. Eine Zeit, in der auch die Diabetiker*innen, mit mehr Gewicht durch weniger Bewegung zu kämpfen haben. Hier zu helfen, um das Risiko an Covid-19 zu erkranken, reduzieren zu können. Prävention sei hier ganz wichtig!

Die Teilnehmer aus der Politik: Frau Künast und Herr Monstadt, sprachen über erste Veränderungen bei der nationalen Diabetes-Strategie. Ein erster Schritt  in die richtige Richtung. Dem weitere Schritte in Politik und Selbstverwaltung folgen müssen. Es müsse mehr getan werden als Prävention, es müsse zu verbindlichen Regeln kommen. Verpflichtende Maßnahmen im Bereich einer Reduktions-Strategie von Salz, Fett und Zucker in Lebensmitteln wurden diskutiert.

Es sei wichtig, verstärkt das Bewusstsein in der Gesellschaft zu wecken, wie bedeutsam eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist. Schon in der Kita, der Schule und auch in der Kantine am Arbeitsplatz, sowie im Seniorenheim oder im Krankenhaus, muss mehr Aufklärung und Veränderung für eine gesunde Mahlzeit stattfinden. Ein langer Weg, an dem gezielt gearbeitet werden muss.

Auch wir von Almased setzen uns seit Jahren gemeinsam mit der Deutschen Diabetes Hilfe für mehr Aufklärung und Aufmerksamkeit für die Krankheit Diabetes ein. Die Aufklärung im Bereich der nicht-medikamentösen Strategien bei Diabetes Typ 2 spielt hierbei für uns eine besondere Rolle.

Wir möchten gemeinsam mit Organisationen wie der Deutschen Diabetes Hilfe und Deutschen Diabetes Gesellschaft dafür kämpfen, dass Diabetiker ein Leben voller Lebensqualität und Autonomie führen können.

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